Dekokaufhaus- Dekoforum
   
#1

Glasherstellung

in ...aus der Natur, Papier, Holz, Pappe 23.06.2012 12:01
von Kathrin Deko Anfänger | 13 Beiträge | 13 Punkte

Glas wird aus Quarzsand, Kalk und Soda hergestellt. Die Rohstoffe werden fein gemahlen, miteinander vermischt und im Schmelzofen bei ungefähr 1600° C geschmolzen. Die Glasschmelze wird auf 1000° C abgekühlt, um es zu formen.
Es gibt verschieden Techniken der Glasherstellung :
Presstechnik
Sogenannte Handhebelpressen machten es möglich, Motive, Strukturen und aufwendige Formverläufe in eine Grundform und einen Stempel zu modellieren. Das heiße, noch flüssige Glas, wird durch Andruck mit dem Stempel bis in die letzten Winkel der Grundform gepresst und behält durch Abkühlen seine angenommene Form.
Schleudertechnik

Ursprünglich gibt der Glasmacher einen genau bemessenen Batzen zähflüssigen glühend heißen Glases in die Mitte einer von oben offenen Form aus Metall, die sich am Kopf einer mechanisch angetriebenen Zentrifuge befindet. Durch die Fliehkraft der schnell drehenden Form wird das Glas gleichmäßig bis an den Rand der Form geschleudert und dann herunter gekühlt, damit es erstarrt und die neue Gestalt behält.
Gusstechnik


Schon seit es Glas gibt, wird es auch durch Gießen gestaltet, so, wie auch heute noch im Bereich Wirtschaftsglas durch Eingießen der heißen, zähflüssigen Glasmasse in oben offene Negativstahlformen bis die Form gefüllt ist. Nach dem Glatt streichen lässt man die Masse erkalten und erstarren. Sie wird dann herausgenommen und der üblichen Nachbearbeitung unterzogen.

Absenktechnik

Flachglas wird über einer Negativform durch Hitzeeinwirkung abgesenkt. Dieses geschieht in einem so genannten Fusingofen. Über die Hitze steuert man den Grad der Verschmelzung.
Überfangtechnik

Durch eintauchen des Kölbels aus farblosem Glas in Farbglas und anschließendes Aufblasen entsteht ein sogenannter Außenüberfang. Beginnt der Prozess mit einem farbigen Kölbel, spricht man von Innenüberfang. Die Kombination von beidem heißt Doppelüberfang. Durch späteres Heraus schleifen oder –ätzen von Mustern werden durch den farbigen Kontrast interessante Wirkungen erzielt.
Einschmelztechnik

Hier werden auf den Kölbel beispielsweise Millefiori, Stäbchen oder Krösel eingeschmolzen. Anschließend wird der verzierte Kölbel zu einem Gefäß weiterverarbeitet.
Sandstahlen

Unter hohem Druck wird Quarzsand mit einer Düse per Luft auf die Glasoberfläche gestrahlt. Die Oberfläche wird verletzt. Diesen Effekt nennt man satinieren. Um Dekore Sand zu strahlen muss das Glas an entsprechenden Stellen mit einer Folie abgedeckt werden. An den Stellen, an denen sich keine Folie befindet, entsteht das Dekor. Man kann oberflächlich und auch tief Sandstrahlen.
Farbauftrag

Glasfarben können mit Pinsel, Schwamm, Siebdruck oder Airbrush aufgetragen werden. So kann man verschiedene Oberflächenstrukturen, Dekore, Farbverläufe und Farbflächen erzeugen. Es gibt transparente, semitransparente und opake Farben. Nach dem Auftrag werden die Farben eingebrannt.
Photodruck mit Abziehbild

Auf ein Trägerpapier per Siebdruck erstelltes Motiv wird mit einer Filmschicht überzogen. Nach dem einweichen des Papiers in Wasser lässt sich der Farbdruck mit Hilfe der Filmschicht vom Trägerpapier abschieben und auf das Glas übertragen.
Anschließend wird die Dekoration eingebrannt.
Schliff

An einer rotierenden Welle sind senkrecht laufende Schleifsteine mit unterschiedlichen Profilen angebracht, die während des Schleifprozesses mit Wasser gekühlt und gereinigt werden.
Der Schleifer kann sich nach Bedarf passende Schliffprofile herstellen, indem er den Schleifstein mit Werkzeugen passend abgerichtet.
Schleifsteine können aus Stein, Silizium oder Industriediamant sein. Rauhschliff, Feinschliff und Politur sind verschiedene Schleifstufen, die in ihrer Reihenfolge von grob und rau bis hin zu fein und glänzend zu erkennen sind.

Als erstes muss aus den Rohstoffen eine möglichst homogene, reine Glasschmelze hergestellt werden. Im Industriellen Bereich findet man kontinuierlich arbeitende Öfen Verwendung, bei denen die Abfolge der Arbeitsschritte räumlich getrennt sind. Die Glasschmelze besteht aus drei verschiedenen Phasen. Am Anfang steht die Rauhschmelze, die das erschmelzen des Gemenges und seine Homogenisierung umfasst.Nach dem erschmelzen der festen Bestandteile ( Quarzsand , Kalk,Soda) kommt die Läuterung, in der die Gase ausgetrieben werden. Dann wird das Material zur weiteren Formgebung abgekühlt.Zu Beginn des Prozesses wird das Gemenge mit einer Einlegemaschine in die Schmelzwanne aus hoch feuerfestem Schamottmaterial gegeben. Bei Temperaturen von ca. 1480°C schmelzen die verschiedenen Bestandteile langsam. Durch die Konvektion im Glasbad wird die Schmelze homogenisiert. Diese kann durch ein Bubbling, der Eindüsung von Luft oder Gasen in die Schmelze, unterstützt werden. Im Läuterbereich, der dem Schmelzbereich unmittelbar folgt und häufiger auch durch einen Wall in der Schmelzwanne von diesem getrennt ist, werden die in der Schmelze verbliebenen Blasen ausgetrieben. Durch die hohe Zähigkeit der Schmelze geschieht dieses nur sehr langsam, wobei ebenso hohe Temperaturen erforderlich sind wie im Schmelzbereich. Da die Läuterung bestimmend für die Glasqualität ist, gibt es vielfältige Maßnahmen, diese zu unterstützen. Dem Läuterbereich schließt sich die baulich klar getrennte Arbeitswanne an. Da für die Formgebung niedrigere Temperaturen als zur Schmelze und Läuterung nötig sind, muss das Glas vorher abstehen. Daher spricht man auch von der Abstehwanne. Der Kanal, der Schmelzwanne und Arbeitswanne verbindet, heißt Durchfluss und arbeitet nach dem Siphonprinzip. Von der Arbeits-oder Abstehwanne fließt das Glas in der sogenannten Abstehphase mit ca. 1200-900°C weiter zum Punkt der Entnahme. Bei der Produktion von Hohlglas sind dieses die Speiser. Hier werden Glasposten in darunter stehende Glasmaschinen geleitet. Die Menge der Glasentnahme entspricht der des zugeführten Gemenges.
je nach Produkt wird das Glas unterschiedlich geformt.Die Formung entsteht durch verschiedene Techniken ( Pressen, Blasen,Düsen, Spinnen, Walzen oder Ziehen).
In jedem Glasgegenstand entstehen bei der Formgebung mechanische Spannungen als Folge von Dehnungsunterschieden im Material. Die Spannungen verringert man durch definiertes langsames Abkühlen im Kühlbereich.Die Zeit, in der ein Glasgegenstand den Kühlbereich durchlaufen kann, hängt maßgeblich von der je nach Glasart zu überbrückenden Temperatur und der Stärke (Dicke) des Gegenstands ab.

(Quelle:-Leonardo, Wikipedia)
Angaben ohne Gewähr

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#2

RE: Glasherstellung

in ...aus der Natur, Papier, Holz, Pappe 13.09.2012 19:34
von ingofi Deko Anfänger | 9 Beiträge | 45 Punkte

Hallo,

die Sachen sehen wirklich super aus wie ich finde. Ich kann mir die Vasen und Teller sehr gut in meiner Wohnung vorstellen. So in der Richtung habe ich meine eigenen vier Wände eingerichtet :)

Grüße un noch einen schönen Abend

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#3

RE: Glasherstellung

in ...aus der Natur, Papier, Holz, Pappe 15.09.2012 13:39
von herbooty Deko Anfänger | 8 Beiträge | 40 Punkte

Oh ist ein sehr spannender Artikel. Danke dafür muss ich mir jetzt erst einmal alles in Ruhe durchlesen. Sind ja schon paar mehr Zeilen als üblich :) Danke nochmal.

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