Dekokaufhaus- Dekoforum
   
#1

Weinherstellung

in Techniken 23.06.2012 14:28
von Kathrin Deko Anfänger | 13 Beiträge | 13 Punkte

Die Weinherstellung ist in verschiedenen Schritten unterteilt.Als erstes kommt das ernten der Trauben .Danach werden die Stiele von den Beeren und Blättern getrennt.Das nennt man auch Rappen.Nach dem Rappen werden die Beeren in einer Mühle zerdrückt, so dass ein dickflüssiges Gemisch aus Fruchtfleisch, Traubenkernen, Schalen und Saft entsteht, auch Maische genannt.Die Maische darf jetzt etwas ruhen damit unter anderen Aromastufen, Geschmackstoffe, Phenole und weitere lösliche Substanzen aus den Beeren in den Saft extrahieren.
Durch das ruhen der Maische werden Stoffe gelöst die den Geschmack und die Haltbarkeit des späteren Weines beeinflusst. Wichtig ist die Standzeit auch für die Pressbarkeit der Maische.
Zudem wird die Pressbarkeit verbessert, da nach zwei bis drei Stunden Enzyme freigesetzt werden, die die Pektine der Beerenhaut und des Fruchtfleisches abbauen.
Nach der Ruhezeit wird die Maische in einer Kelter ausgepresst.So werden die Traubenrückstände von dem süßen Traubensaft getrennt.
Zu dem süßen Traubensaft auch Most genannt, werden in vielen Ländern Zucker oder Traubendicksaft zugeführt, damit der Wein einen höheren Alkoholgehalt erreicht.
Nach der Anreicherung des Mostes wird dieser geschwefelt. Das geschieht, indem man schweflige Säure oder Schwefeldioxid in den Most leitet. Dieser Vorgang soll die Oxidation verhindern.
Jetzt kommt es zu dem längsten Prozess der Weinherstellung.Die Gärung.
Diese verläuft in Fässern oder Metalltanks.Die Hauptgärung dauert sechs bis acht Tage.In dieser Zeit wird der im Most enthaltene Zucker zu Alkohol umgesetzt.Wenn der Most komplett durchgoren ist, erhält man trocken Wein.Wird die Gärung vorzeitig unterbrochen erhält man je nach Menge des unvergorenen Restzuckers halb trockenen oder lieblichen, süßen Wein.
Nach dem Gärungsprozess, das ist meist Ende Dezember,kommt der Abstich. Das heißt das die abgestorbenen Hefen langsam zu Boden gesunken sind und dadurch der darauf liegende Wein abgesaugt werden kann.Dieser wird in andere Gebinde umgelagert.
Dieser Jungwein ruht nun die nächsten drei bis sechs Wochen.In dieser Zeit gärt die Feinhefe,also Schwebeteile der Hefe,nach und baut die noch im Wein enthaltene Eiweiße ab.Die im Wein enthaltenen Salze lagern sich in dieser Zeit auch ab.Manche Weine werden in Barriquefässern über Jahre gelagert dadurch nimmt der Wein den Geschmack und die Farbe des Holzes an.
Bei der Rotweinherstellung gibt es einen gravierenden Unterschied.
Nicht der Most wie bei dem Weißwein sondern die Maische wird angereichert und vergoren.Das geschieht weil sich fast alle Farbstoffe in den Schalen der Trauben befinden.So entsteht Rotwein.

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#2

RE: Weinherstellung

in Techniken 29.06.2012 15:56
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Vielen Dank für diesen interessanten Bericht und für die Mühe die dahinter steckt. Ich habe früher mal sehr intensiv mit dem Gedanken gespielt, selbst Wein herzustellen. Ist aber dann im Alltag untergegangen.

Jetzt bin ich eigentlich wieder sehr motiviert. Ich denke ich mache das jetzt mal.

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#3

RE: Weinherstellung

in Techniken 03.09.2012 20:09
von drantaa Deko Anfänger | 8 Beiträge | 40 Punkte

Wow, ein toller Bericht, vielen Dank dafür. Klingt definitiv interessant, man sollte wirklich öfters mal einen Wein selber machen. Wie regelmäßig machst du denn einen Wein selber? Schmeckst du denn einen deutlichen Unterschied zu einem gekaufen Wein? Vielen Dank für die Mühe.

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